In einem Interview mit SFGate hat Googles Patent-Anwald Tim Porter den Standpunkt des Web-Konzerns in dem andauernden Patentstreit zwischen Microsoft und den Android-Herstellern (Google) erläutert.
Danach sei es ein deutliches Zeichen von Schwäche, wenn Microsoft mit Patent-Prozessen drohe. “Immer, wenn Microsoft auf der Verliererseite steht, versuchen sie, den Markt mit unbewiesenen und diffusen Klagedrohungen zu verunsichern; bestes Beispiel war ihre Aktion gegen Linux”, sagte Tim Porter in dem Gespräch.
Porter sprach insbesondere eine problematische Beweisführung an. “Auf eine Klagedrohung von Microsoft stellt sich für einen Android-OEM nicht die sachliche Frage, ob wirklich ein Patent verletzt wurde und ob sich das vor Gericht erläutern lässt, sondern es gibt nur die Risikofrage: ‘Sollen wir uns mit Microsoft anlegen, oder nicht’ – meistens wird das dann im Sinne von Microsoft beantwortet”, so Porter.
Lizenzabkommen ist der Regelfall
Das Gespräch mit Porter folgt auf die jüngste Meldung von Microsoft, dass jetzt auch der taiwanesische Hersteller Compal ein Lizenzabkommen mit den Redmondern abgeschlossen habe. Compal folgt damit Foxconn sowie den großen Handyanbietern HTC und Samsung. Über die Höhe der Lizenzgebühren gibt es keine Angaben, doch Gerüchten zufolge soll HTC für jedes verkaufte Gerät fünf Dollar an Microsoft abführen. Nach Ansicht des Marktforschungs-Unternehmens Asymco generiert Microsoft inzwischen mehr Umsatz aus den Android-Lizenzen als mit dem eigenen Windows-Mobile-Betriebssystem. (hw)
siehe auch: Hälfte der Android-Hersteller zahlt an Microsoft
07.11.2011, 16:30 Uhr via
http://business.chip.de/news/Google-Microsoft-klagt-wenn-es-erfolglos-ist_52658641.html
