Bio von Micha

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Weißrussland: Verbot des ausländischen Internets

Weißrussland ist wohl der erste Staat der Welt, der das Internet an den eigenen Landesgrenzen “aufhören lässt”. Ab dem 6. Januar wird es allen Bürgern verboten sein, Websites zu besuchen, die von Nicht-Weißrussen betrieben werden und kommerzielle Zwecke erfüllen.

Wie das Magazin The Next Web unter Bezug auf Dokumente der US-Kongressbibliothek meldete, gilt ab dem 6. Januar ein Gesetz, das dieses seltsam anmutende Verbot betrifft. Wer trotzdem “ausländische Websites” besucht oder nutzt, soll bis zu 125 Dollar Strafe zahlen müssen.

Gibt es das überhaupt, ein nationales Internet?
Für Geschäftstreibende in Weißrussland bedeutet dies: Sie dürfen nur noch weißrussischen TLDs für ihre Online-Geschäfte verwenden. Bestehende .com oder ähnliche Domains sind fortan genauso verboten wie Websites, die fest im Ausland gemeldet sind und nur ein Online-Schaufenster in Weißrussland haben. Wie das Magazin aus den Dokumenten zitierte, können wohl auch Services nicht länger erbracht werden, wenn der Service Provider außerhalb der Grenzen sitzt.

Internet-Cafes und Anbieter von Internet-Zugangs-Diensten könnten sogar geschlossen werden, wenn die Nutzer freien Zugang zu ausländischen kommerziellen Sites erhalten und nutzen, hieß es. Die Polizei und Behörden hätten demnach freie Hand, das “ausländische Internet” zu verfolgen. Die Autoren spinnen den Gedanken konsequent weiter: Im Ergebnis könnten sich Firmen wie Amazon demnach gezwungen sehen, jedweden Zugang aus Weißrussland zu blockieren – Amazon könnte am Ende noch selbst verklagt werden, wenn ein Weißrusse dort einkauft.

CHIP Online meint:
Diese seltsame Art von Politik wirkt wie Protektionismus – darunter versteht man etwa, dass man die eigene Wirtschaft und den Binnenmarkt vorzieht. In Bezug auf das Internet wirkt so etwas extrem mittelalterlich, mal vorsichtig ausgedrückt. (kas)

03.01.2012, 16:30 Uhr via
http://business.chip.de/news/Weissrussland-Verbot-des-auslaendischen-Internets_53607465.html


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